Summicron f2.0/50mm (II) oder Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.?

Schon länger hat mich ein direkter „Praxisvergleich zwischen zwei Summicron Generationen interessiert.

Ausgerüstet mit zwei Leica M10, einer M10 mit dem Summicron f2.0/50mm (II) „rigid“ aus dem Jahre 1956 und einer M10-D mit dem Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH. aus dem Jahre 2012. 56 Jahre liegen liegen zwischen beiden Kontruktionen. Ein Summicron aus dem Jahre 1956 kann man heute noch in gutem Zustand für 700€ finden. Ein Apo-Summicron kostet zur Zeit etwa das 10 fache.

Natürlich handelt es sich hier nicht um einen seriösen, fachmännichen Test. Es ging mir einfach nur darum, die Gelegenheit auszunutzen, um die wesentlichen Abbildungsunterschiede herauszufinden. Auch ohne technischen Aufwand sind die Unterschiede ohne Schwierigkeiten sichtbar.

Alle Motive habe ich mit jeder Kamera mit 2 verschieden Blendenöffnungen, f2.0 und f5.5, fotografiert. Im Wesentlichen handelt es sich um Unendlich-Einstellungen (oder mindestens 5m).
Focusierunschärfe ist möglich.

Alle Aufnahmen sind ohne weitere Nachbearbeitung erstellt (ausser RAW > JPEG Umwandlung, Dateigrösse ~4MB).

Die Unterschiede bei den Nachtaufnahmen sind sehr deutlich! Die Überstrahlungen des alten Objektives machen den Fortschritt der Linsenvergütung durch Mehrschicht“coating“ deutlich. Ebenfalls fällt sofort der geringere Kontrast auf.

Summicron f2.0
Apo-Summicron f2.0
Summicron f5.6
Apo-Summcron f5.6 (leider Verwacklungsunschärfe)

Das Summicron zeichnet insgesamt „kälter“ als das neue Apo-Summicron. Der Kontrast ist geringer und die Schärfe nimmt zu den Rändern sichtbar ab. Das Apo-Summicron hat eindeutig die Nase vorn. Die Ergebnisse sind bei Offenblende schon sehr gut. Um vergleichbare Schärfe zu erziehlen, muss das Summicron auf Blende 5.6 abgeblendet werden.

Das unterschiedliche Kontrastverhalten wird vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich. Anders gesagt, das Summicron von 1956 ist aus heutiger Sicht ein „Schönwetterobjektiv“ mit immer noch beeindruckender Leistung, wenn es abgeblendet wird.

Summicron f2.0
Apo-Summicron f2.0
Summicron f5.6
Apo-Summicron f5.6
Summicron f2.0 (Crop)
Apo-Summicron f2.0 (Crop)
Summicronf5.6 (Crop)
Apo-Summicron f5.6 (Crop

Bei der nächsten Gelegenheit werde ich das Apo-Summicron mit dem Planar T* f2.0/50mm ZM von Zeiss vergleichen. Eine alte „klassische“ Konstruktion mit moderner Vergütungstechnik.

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Typisch LONDON

Jede Stadt hat ihre Besonderheiten. Was mich schon immer an London begeistert hat, ist die Farbenfreudigkeit.

Wobei man hinzufügen muss, das dies auch vom jeweiligen Stadtviertel abhängt. Genauer gesagt nimmt die Farbigkeit von Westen kommend zum Osten hin zu. Der Westen ist eher wohlhabend und tradionnel, im ärmeren Osten wohnen die jüngeren Leute und viele Zugewanderte. Farbe gegen Einförmigkeit. 

So bietet London dem Fotografen viele Ausdrucksmöglichkeiten. 

Hier habe ich mich auf die Menschen in ihrere typischen Umgebung konzentriert. 

Die Aufnahmen wurden ausschliesslich mit digitalen M-Kameras gemacht (M8 – M10), meistens mit 35 oder 50mm Brennweite:  

 Im Osten

Summilux-M f1.4/35mm ASPH.

Im Westen

Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Summicron (II) f2.0/50mm / 1956
Summilux-M f1.4/35mm ASPH.

Im Osten

Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.
Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

Vergleich bei Offenblende: alt und neu

Leica und Zeiss bieten eine breite Palette von Objektiven mit der Standardbrennweite 50mm an.  Sie unterscheiden sich in Gewicht, Grösse, Preis und „Charakter“. Dieser wiederum hängt von der optischen und mechanischen Konstruktion und der Anfangsöffnung ab. Jedes Objektiv hat sein spezifisches Anwendungsfeld.

Leica bietet heute fünf   verschiedene 50mm Objektive mit den Anfangsöffnungen: f0.95, f2.0 (APO), f1.4, f2.0 , und f2.4 an (geordnet nach Preis). Im Zeiss Katalog findet man das klassische Planar (f2.0) und Sonnar (f1.5). Heute fehlt im Angebot das einfache Tessar, welsches bei Leica einem Elmar entspricht. Das Elmar wurde bis 2007 gebaut, hatte anfangs eine Öffnung von 3.5, die später auf 2.8 erhöht wurde.

Alte Objektive, die nicht mehr im Katalog sind, erfreuen sich erneut grosser Beliebtheit. So habe ich mir zum Vergleich heute das Summicron f2.0/50mm (II) aus dem Jahre 1956 und das Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH (2013) ausgesucht. 57 Jahre liegen zwischen beiden Linsen.

Das Summicron aus dem Jahre 1956 seht für „ausgezeichnete Schärfe und hohe Auflösung„. Es hat über Jahre den Ruf der Leicaobjektive geprägt. Auf dem Gebrauchtmarkt kann man dieses Objektiv in sehr gutem Zustand für etwa 700 € finden. Das (wesentlich teurere) Apo-Summicron verkörpert das heute Machbare an optischer und mechanischer Leistung.

Die Aufnahmen wurden mit der Leica M Monochron (type 246) aufgenommen. Die Farbübertrag wird in Kürze in einem neuen Beitrag verglichen. Es sei voraus gesagt, dass es sich hier um einen einfachen Vergleich handelt ohne jeglichen Anspruch auf Richtigkeit.  

Ob der Qualitätsunterschied im praktischen Vergleich direkt sichtbar ist, wollte ich nun einfach mal wissen….

Der Test zeigt vor allem, dass bei den üblichen Bildgrössen und beim Betrachten auf dem Bildschirm, die Unterschiede kaum auszumachen sind….. Was aber immer sofort auffälltist das unterschiedliche „Bokeh“, welsches „klassischen“ und modernen mit asphärischen Linsen ausgestatteten Objektive erzeugen.

Zunächst Summicron dann Apo-Summicron jeweils bei Blende f2.0

Sum50-f2-2.jpgApo50-f2.jpgSum50-f2-3.jpgApo50-f2-2.jpgsum50-f2-6apo50-f2-7

Ausschnittvergrösserung

Sum50-f2-9.jpg

apo50-f2-8

Bokeh bei Blende 2.0

Ich habe heute mal einen kleinen Vergleichtest bei Blende 2.0 gemacht.

Das Titelbild ist allerdings mit einem Noctilux-M bei Blende 0.95 gemacht. Alle Aufnahmen sind mit der Leica M (type 240) gemacht.

4 verschiedene 50 mm Objektive standen zur Wahl, 3 von Leica und eins von Zeiss. 2 neue Rechnungen und 2 ältere Rechnungen oder Objektive: Noctilux-M f0.95/50mm ASPH., Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH., Summieren (II) f2.0/50mm und ZW C-Sonnar T* f1.5mm von Zeiss.

Da ich ohne Stativ und bei wechselhaftem Wetter fotografierte, sind die Situationen nicht identisch. Es lassen sich aber trotzdem verschiedene Abbildungseigenschaften erkennen.

Zunächst mal eine Frage: Welches Bild A, B oder C ist mit welchem Objektiv aufgenommen? Alle Aufnahmen ohne Nachbearbeitung (ausser RAW > JPEG Konvertierung):

Objektiv A: (Vergrösserung 100%)

Objektiv A: (Vergrösserung 100%)

Objektiv B: (Vergrösserung 100%)

Objektiv B: (Vergrösserung 100%)

Objektiv C: (Vergrösserung 100%)

Objektiv C: (Vergrösserung 100%)


Die älteren Rechnungen haben ein unruhigeres oder „stärkeres“ Bokeh. Der 3-D Effekt ist beim alten Summicron am geringsten. Auch wenn jedes Objektiv etwas anders zeichnet, erscheint es mir schwer bei den hier gezeigten Aufnahmen eine abschliessende Wertung abzugeben.

 

  • Serie A

Test50N2

Notilux-M f0.95/50mm ASPH

Test50A2

Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

Summicron (II) f2.0/50mm

Summicron (II) f2.0/50mm

ZM C-Sonnar T* f1.5/50mm

ZM C-Sonnar T* f1.5/50mm

Serie B

Noctilux-M f0.95/50mm ASPH

Noctilux-M f0.95/50mm ASPH

Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

Summircon (II) f2.0/50mm

Summircon (II) f2.0/50mm

ZM C-Sonnar T* f1.5/50mm

ZM C-Sonnar T* f1.5/50mm

  • Vergleich in schwarz-weiss / detail / RAW ohne Post-Produktion

Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

Summicron (II) f2.0/50mm

Summicron (II) f2.0/50mm

  • Noctilux bei Offenblende (mit Post-Produktion)

Noctilux-M f0.95/50mm ASPH. Blende 0.95

Noctilux-M f0.95/50mm ASPH. Blende 0.95