Industrie morte – nature vivante

Vor ein paar Jahren habe ich zweimal die Völklinger Hütte im Saarland besucht. Als ehemalige Industrieanlage, die zum Denkmal geworden ist, lädt sie zum Fotografieren ein. Die Aufnahemen habe ich mit verschiedenen Leica M Kameras gemacht. Als Objektive, kamen zum Einsatz: Summilux-M 1:1.4/35mm ASPH., Summilux-M 1:1.4/50mm und Noctilux-M 1:0.95/50mm ASPH..

Damals habe ich dann auch ein kleines Fotobuch drucken lassen. Die Bildauswahl war da eher zufällig, ohne eine klare Projektidee,…

Als mich unser lokaler Fotoklub mit der Bitte ansprach, ein persönliches Projekt vorzustellen, stiess ich wieder auf die damals gemachten Bilder.

So kam mir der Einfall, die Serie „Industrie morte // nature vivante“ zusammenzustellen. 1986 wurde die Hütte stillgelegt. 8 Jahre später wurde sie zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. 3 Dinge haben mich zu dieser (neuen) Serie veranlasst:

  • Die vorschreitenden Deindustralisierung
  • Der Umweltschutz (oder der Einfluss der Industrie auf die Natur oder die Natur in der Post-Industriellen Landschaft)
  • Meine persönliche Geschichte (ich bin im Saarland geboren, mein Grossvater war Hüttenarbeiter, er starb mit 58 Jahren,…)

Es geht mir also um „Vergänglichkeit“. Daher der Titel. In romanischen Sprachen sagt man zu einem Stillleben „Nature morte“; Tote Natur! In nordischen Sprachen spricht man von stillem Leben. Die Industrie ist also tot und die Natur erobert sich ihre Umgebung zurück (auch wenn der Mensch sie stark beeinflusst,.. dabei!).

Mit 4 gestalterischen Mitteln wollte ich diese Idee anschaulich machen. Ob es mir gelungen ist, lasse ich den Betrachter sagen.

  • quadratische Darstellung im 6×6 Stil : Ruhe, Stabilität, Zeitlosigkeit
  • starke betonte Farben : Rost für die Industrie = Vergänglichkeit, Grass für die Natur = grün als beruhigender Gegenpol
  • meistens Detaildarstellungen: um sowohl das elementare auch als das universelle zu unterstreichen
  • symetrischer Bildaufbau: Künstlichkeit, Konstruktion,…

Hier ein paar Beispiele:

Siehe auch die Seite „Projekte

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Typisch LONDON

Jede Stadt hat ihre Besonderheiten. Was mich schon immer an London begeistert hat, ist die Farbenfreudigkeit.

Wobei man hinzufügen muss, das dies auch vom jeweiligen Stadtviertel abhängt. Genauer gesagt nimmt die Farbigkeit von Westen kommend zum Osten hin zu. Der Westen ist eher wohlhabend und tradionnel, im ärmeren Osten wohnen die jüngeren Leute und viele Zugewanderte. Farbe gegen Einförmigkeit. 

So bietet London dem Fotografen viele Ausdrucksmöglichkeiten. 

Hier habe ich mich auf die Menschen in ihrere typischen Umgebung konzentriert. 

Die Aufnahmen wurden ausschliesslich mit digitalen M-Kameras gemacht (M8 – M10), meistens mit 35 oder 50mm Brennweite:  

 Im Osten

Summilux-M f1.4/35mm ASPH.

Im Westen

Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Summicron (II) f2.0/50mm / 1956
Summilux-M f1.4/35mm ASPH.

Im Osten

Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.
Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

24h Le Mans classic mit dem Noctilux

Vor einiger Zeit lud mich LEICA Frankreich zum „24h Le Mans classic“ Autorennen ein. Obwohl mich Autos eigentlich sehr wenig interessieren, nahm ich die Einladung an. Trotz (oder gerade wegen) des schlechten Wetters war ich sofort von der Stimmung mitgerissen, die dort herrschte. Autofans und Fotofans scheinen Gemeinsamkeiten zu haben,… so etwas wie kindliche Begeisterung.

Ich hatte zweit Objektive mitgenommen, das Elmar-M f3.8/24mm ASPH. und das Noctilux-M f0.95/50mm ASPH. 

Auch wenn das Scharfstellen nicht immer einfach ist bei Offenblende, lassen sich mit dem Noctilux stimmungsvolle Schnappschüsse machen.

Das Wetter war sehr wechselhaft: Regenschauer wechselten ständig mit kurzem Sonnenschein ab. Die Farben spiegeln diese Stimmung natürlich wieder.

Alle Aufnahmen mit LEICA M  (type 240) + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH. bei Offenblende.

 

le Mans 24hle Mans 24h-2le Mans 24h-3le Mans 24h-5

Leica SL, Tag 2… erste Schritte

Nach langem Zögern habe ich den Sprung zur Leica SL gewagt. Als eingefleischter, überzeugter Leica M (ausschliesslich) Benutzer (seit 1984 !) ist dies zunächst ein gar nicht so einfacher Schritt auch wenn es in die andere Richtung (von Reflex zum Messsucher) noch mehr an Umdenken abverlangt.

Mein Problem war eigentlich nicht das Umsteigen, sondern die Frage: Brauche ich so eine Kamera und wenn Ja, wozu?

Christ @Nobel-5

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit während einem von Leica France organisierten Workshop die Leica SL in die Hand zu nehmen. Anschliessend ging alles recht schnell…

Als ich dann die Kamera am ersten Tag in die Hand nahm und ein M-Objektiv anschraubte, kamen zunächst Zweifel auf, ob dieser Kauf sinnvoll war? Eine Leica M, zumal die M10 benutzt sich wie eine M3 oder M7. Die Gebrauchsanweisungen liegen noch frisch verpackt in den Versandkisten. Man braucht sie einfach nicht! Empfindlichkeit, Blende, Geschwindigkeit, Scharfstellen, da hat sich seit 1954 wenig geändert.

Mit der Leica SL ist der erste Kontakt nicht so einfach. Während die Batterie geladen wir, nimmt man zunächst einmal die Gebrauchsanweisung in die Hand. Auf den ersten Seiten lernt man, wie die Menusteuerung funktioniert.  Oder besser gesagt, wie man sie auf den persönlichen Geschmack zuschneiden kann und anschliessend am besten so wenig wie möglich die gefundenen Einstellungen nicht mehr verändert.

Ich weiss nicht, ob ich ich durch die einfache Benutzung und die eingeschränkten Möglichkeiten der M10 verwöhnt bin, aber die Benutzersteuerung und die vielen Bedienungsmöglichkeiten sind am ersten Tag verwirrend. Ich muss allerdings fairer Weise sagen, dass ich in dieser Hinsicht vorgewarnt war. Also sollte der erste Tag auch ausschliesslich dem Probieren gewidmet sein.  Man sollte sich diese Zeit nehmen. Es lohnt sich!

Als M-Stil Benutzer habe ich also alles was man nicht unbedingt braucht ausgeblendet.

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Der Zufall wollt es, dass die Firma Christ Party & Catering eine Fotoserie zu Werbezwecken auf dem Campus Nobel in Saarwellingen erstellen wollte. Dies war eine ausgezeichnete Gelegenheit die neue Kamera auszuprobieren.

Mein Hauptargument für den Kauf war die bessere Focussierbarkeit der lichtstarken Standard- oder Teleobjektive, zum Beispiel das Noctilux-M f0.95/50mm ASPH, das Summilux-M f1.4/75mm oder die beiden Apo-Summicrone mit 75 und 90mm Brennweite. Dies gilt vor allem, wenn schnelles Scharfstellen gefragt ist wie hier bei Reportagen oder Porträts.

Alle Aufnahmen hier gezeigten Aufnahmen wurden mit dem Noctilux-M f0.95/50mm ASPH bei Offenblende gemacht.

Es zeigt sich schnell, dass die Leica SL hier eindeutig einfacher und besser scharf zustellen ist als eine Messsucherkamera.

Die anfänglichen, beschriebene Schwierigkeiten sind schnell vergessen. Die Kamera liegt gut in der Hand, reagiert schnell. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich… denke ich.

Das Fotografieren macht mit der Leica SL Spass. Für einen M Benutzer eine neu Erfahrung. Kein Ersatz aber eine sinnvolle Ergänzung.

Hier ein paar Bildbeispiele. Weite Bilder finden Sie hier (teilweise mit Leica M10 aufgenommen)

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Begegnungen im Park

Wir wohnen in der Nähe von Versailles. Der Parc de Marly lädt immer zu einem fotografischen Spaziergang an. Manchmal frage ich mich, ob die Fotos, die da entstehen Landschaftsbilder sind oder ob es sich da um „Street photography“ handelt?

Es macht auf den Fall Spass die Leute bei ihren alltäglichen Gewohnheiten zu zuschauen. Alle Aufnahmen zeigen sie von hinten und trotzdem, oder gerade weil, zeigen sie ihre Eigenarten.

Die Aufnahmen entstanden mit Leica M9-P, Leica M Monochrom, Leica M, Leica M und Monochrom (type 246). Als Objektive kamen das Noctilux-M f.095/50mm ASPH und das Summilux-M f1.75mm und das Apo-Summicron-M f2.0/90mm ASPH. zum Einsatz. In letzter Zeit fotografiere ich am liebsten mit dem Summilux.

parc-de-marly-6parc-de-marly-11parc-de-marly-14parc-de-marly-15parc-de-marly-17parc-de-marly-20Parc de Marly-22.jpgParc de Marly-26.jpgParc de Marly-7.jpgParc de Marly-21.jpg

Fotobuch über „Street Photography“

Seit vielen Jahren versuche ich mich in „Street phtography„. Man sieht ja einiges davon im Internet.  Was ist der Unterschied zwischen „urban“ und „“street„?

Meine Vorstellung ist ganz einfach. Ich will den entscheidenden Moment fotografieren, in der Stadt, auf der Strasse mit Menschen.

Jetzt habe ich einige Bespiele in einem kleinen Fotobuch zusammengefasst.

 

Street photography
Street photogr…
Collection #1
Par SiegfriedGünther
Photo book

Hier ein paar Bespiel, was ich mit dem Moment meine. Die Aufnahmen im Buch sind zwischen 2007 und 2015 entstanden mit Leica M Kameras von der M8 bis zur M Monochrom (type 246). Als Objektive kamen Brennweiten von 21mm bis 90mm zum Einsatz.

Die komplette Serie ist auch auf Flickr zu sehen.

 

 

Street collection1

Paris

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Arles

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London

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Hong-Kong

 

 

In London mit dem Noctilux

Das Noctilux ist nicht unbedingt die erste Wahl für unterwegs. Meistens reise ich mit dem Elmar-M f3.8/24mm ASPH. oder mit dem Summilux-M f1.4/50mm ASPH. Es ist meine „Allround-Linse“. Oft ist dann auch noch das Macro-Elmar-M f4/90mm oder das APO-Summicron-M f2.0/75mm ASPH. dabei.

Dieses Mal habe ich „nur“ das Noctilux-M f0.95/50mm ASPH. mitgenommen. Da es gross und schwer ist, eignet es sich nicht gerade für Street Fotografie. Das Scharfstellen bei Offenblende braucht etwas Übung. Da es allerdings keinen Focusschift hat, geht es mit etwas Erfahrung ganz gut. Für „typische“ Street-Fotografie, wo es auf den Moment und nicht unbedingt auf Genauigkeit ankommt, ist dies ein Handicap. Da ich häufig in London mit einem Weitwinkelobjektiv unterwegs bin, war die Wahl des Noctilux dieses Mal kein Problem. Anders sieht die Entscheidung aus, wenn man nur einmal irgendwo hin fährt. Dann ist man besser mit einem Summicron, Summilux oder Elmar bedient.

Dieses Mal ging es mir einfach darum, die speziellen optischen Eigenschaften des Noctilux bewusst auszunutzen:

  • geringe Tiefenschärfe,
  • extreme Lichtstärke,
  • cremiges Bokeh,
  • gute Freistellmöglichkeiten und der
  • einzigartige Farbcharakter.

Das Noctilux läd förmlich dazu ein, diese technischen Besonderheiten, bewusst ästhetisch zunutzen. Es macht einfach Spass, mit dem Noctilux zu fotografieren. Das Gewicht (700g) und die Grösse (Tele) sind schnell vergessen. Eins hätte ich fast vergessen, man sollte immer einen neutralen Graufilter dabei haben. Den Filter braucht man bei Tageslicht, wenn man bei Offenblende belichten will. Was ja das besondere ist! Nur so kommt sein persönlicher Abbildungschrakter voll zur Geltung. Das Noctilux macht es möglich ganz normale Dinge, ganz besonders aussehen zu lassen. Los geht’s… innen, aussen, Tag und Nacht. Für jede Situation hat das Noctilux eine Antwort.

Alle Aufnahmen sind bei Offenblende gemacht.

London wäre nicht zu denken ohne seine Parks, Taxis, Brücken, Soho, Einkaufsstrassen, Museen und vieles andere. Zum Beispiel: Telefonzellen…

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Mayfair (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Mayfair (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Mayfair (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Mayfair (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Millienum Bridge (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Modern Tate (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Modern Tate (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Modern Tate (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Modern Tate (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Soho (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Soho (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Soho (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

BUS 17 (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

BUS 17 (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Oxfort Street (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

King’s Cross (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

South bank (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

South bank (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

South bank (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

South bank (Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.)

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

Leica M + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.