Vario-Elmarit-SL f2.8-4.0/24-90mm ASPH., erste Schritte,…

Erste Schritte,… in jeder Hinsicht:

  1. dies ist mein erstes Zoom-Objektiv überhaupt
  2. dies ist meine erste Autofokus-Erfahrung
  3. bisher war das Noctilux mein schwerstes und grösstes Objektiv
  4. dies ist meine erste Objektiv-Kamera gesteuerte Erfahrung

Tests gibt es inzwischen genug, also weder Zahlen noch Vergleiche,…. hier

Einfach nur ein paar Aufnahmen und Eindrücke, bezüglich der Handhabung. Wie schon bei der SL habe ich mir die Frage gestellt: „Brauche ich das Ding“?  Genauer, brauche ich ein Vario-Objektiv und für welchen Anwendungsbereich? Wohlgemerkt, ich besitze ein Trio-Elmar-M f4.0/28-35-50mm ASPH.

Erstens ist der Brennweitenbereich größer und zweitens ist das Objektiv auf die SL zugeschnitten. Also, mal sehen, was man damit machen kann,….

Die Antwort vor ab, fast alles, wenn Grösse und Gewicht keine Rolle spielen.

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Größe und Gewicht

Wenn man als eingefleischter Messsucher-Fotograf dieses Objektiv zum ersten Mal in die Hand nimmt, ist man natürlich von Gewicht und Größe mehr als beeindruckt. Erfahrene Reflex- oder Mittelformat-Benutzer kann so ein Ding natürlich nicht aus der Ruhe bringen.

Auf Reisen werde ich es wohl nicht mitschleppen. Weder diskret noch leicht ,… immer aus M-Sicht natürlich. Allerdings muß man gestehen, daß Kamera und das Vario-Elmarit sehr gut in der Hand liegen.

Bezüglich des Gewichtes sollte man, ehrlichneitshalber, die Aussage nuancieren. Wenn man unterwegs ist, und nicht genau weiß, was einen erwartet, nimmt man in der Regel mehrere Linsen mit. Je nach Lichtstärke kann da auch schnell 1 – 1,5 kg zusammen kommen. Die Tasche ist also nicht unbedingt leichter. Wenn man allerdings die Kamera in die Hand nimmt, ist das Ensemble schon beeindruckend.


Handhabung

Dieses Objektiv kam zeitgleich mit der Kamera auf den Markt. Vielseitigkeit ist damit sein Hauptargument: „All-in-one“.

Auch wenn die Bedienung einfach ist, bedarf es doch einer Eingewöhnungsphase … für einen Leica M Benutzer. Üben und ausprobieren sind also angesagt. Die Brennweite wird an der Kamera eingestellt und verändert. Nur die Brennweite wird am Objektiv im Autofokusbetrieb eingestellt.

Schwierigkeiten habe ich noch mit dem Autofocus, ob AF-s oder AF-c.  Also weiter üben. Im Grunde ist der Autofokus, der Grund meines Interesses. Manuelles Scharfstellen ist bei beweglichen Objekten nicht immer einfach.

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Benutzung

Der große Brennweitenbereich 24 – 90 ist ein plus.

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f2.8/24mm

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f4.0/90mm

Abgesehen von speziellen Anwendungen ist man damit den meisten Situationen gewachsen. Das Objektiv heisst „Elmarit“, sprich f2.8. Das stimmt aber nur bei 24mm,… bei 90mm ist man bei f4.0, was meistens ausreichend ist.

Die Brennweite 90mm ermöglicht zusätzlich Nahaufnahmen. Auch wenn es keine spezielle Makrofunktion ist, reicht diese Möglichkeit im alltäglichen Bereich voll aus.

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Auch hier gilt, das Objektiv ist ein Allrounder, also Freistellen ist nur begrenzt möglich. Dafür gibt es ja jetzt die SL-Summicron’s oder die M-Objektive!

Ob die Gegenlichtblende immer zu benutzen ist, ist mir noch unklar. Durch ihre spezielle Form wird der Eindruck der Größe noch unterstützt. Sie ist aber auch ein wirksamer Schutz, nicht nur gegen Streulicht sondern auch gegen Stöße und Schmutz.

In meinem Fall wird das Einsatzgebiet wohl beschränkt bleiben: Situationen, wo Größe und Gewicht kein Handicap darstellen: Familie, Architektur, Landschaft, Nature, Nahaufnahmen.

Nacht, Street, Portrait, Stadt und Reisefotografie eher nicht.  Ob ich die SL künftig stärker auch für diese Einsatzgebiete nutze (mit M-Objektiven) ist mir noch nicht klar. Sie kommt mir immer noch vielseitiger vor: handlich und diskret. Da ich weder Tier noch Sportaufnahmen macht, reicht mir die Brennweitenpalette der M.

Im Moment bevorzuge ich immer noch eine meiner Reisecombos, wenn ich unterwegs bin:

  • Tri-Elmar-M f4.0/28-35-50mm ASPH. + Macro-Elmar-M f4.0/90mm
  • Summicron-M f2.0/28mm + Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.
  • Summilux-M f1.4/35mm

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Zuletzt noch ein Word zur Bildqualität. Was schon bei der SL oder M10 auffällt, wird auch mit dem Mario-Elmarit bestätigt. Nachbehandlung in Lightroom ist nicht notwendig, ganz im Gegenteil. Bei allen Einstellungen sind die DNG Dateien sehr natürlich und direkt druckreif.

Weitere Bilder hier

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Leica SL oder Leica M10

Wie schon im letzten Bericht „Leica SL, erste Schritte…“ erwähnt, habe ich mich nach langem Zögern zum Kauf einer Leica SL durchgerungen… oder überreden lassen.

Auch wenn es noch etwas früh ist eine endgültige Antwort zu geben, kann ich jetzt schon sagen: Nicht SL oder M10 sondern SL und M10 !


Zunächst eine kleine Einschränkung: ich benutzte zur Zeit ausschliesslich M-Objektive.

Für mich sind beide Kameras komplementär. Schnell sind sie beide, aber auf eine ganz andere Art. Die Bedienung ist einfach bei beiden, wenn man sich an die SL etwas gewöhnt hat, und sich auf das Wesentliche beschränkt. Es ist einfacher von einer M auf eine SL umzusteigen als umgekehrt!

Natürlich ist die SL grösser, nicht unbedingt merklich schwerer. In Verbindung mit M-Objektiven, bleibt sie handlich. Auch wenn der Auslöser sehr leise arbeitet, ist sie schon auffallender, weniger diskret.  Das typische M Gefühl hat man nicht: Mitten im Geschehen und nicht gesehen! Das Scharfstellen macht richtig Spass mit der SL. Um es etwas sarkastisch auszudrücken: jetzt erst kann ich die beeindruckenden Kurven in den Datenblätter richtig nachvollziehen. Scharfe Aufnahmen im Nahbereich und bei Offenblende gelingen jetzt immer.  Die SL ist keine Schnappschußkamera. Die M bleibt das ideale Werkzeug für die Strasse, für das unauffällige Fotografieren. Was ich noch nicht so ganz verstehe, ist die Verwacklungsgefahr. Die M war da immer unschlagbar gegenüber Spiegelreflexkameras. 1/15s aus freier Hand ist da meistens noch zu schaffen bis 50mm. Mit der SL habe ich da noch meine Schwierigkeiten, obwohl mir das nicht so recht einleuchtet: da ist doch kein Spiegel, der unnötige Vibrationen auslösen kann?!

Natürlich kann man bei Landschaft, Architektur, Industrie über die bessere Lösung streiten…. Kurz gesagt, die SL ist vielseitiger für einen vielseitigen Gebrauch. Das hängt dann wohl auch vom Fotografen ab,…

Übrigens , was die Qualität der DNG-Dateien anbelangt, sind sie nicht nur recht identisch sondern ohne grosse Nachbehandlung sehr harmonisch, natürlich und direkt benutzbar, ob M10 oder SL.  Der ähnliche Ausdruck erleichtert das gleichzeitige Arbeiten mit beiden Kameras.

 

In Zukunft werde ich mir wohl nicht nur überlegen (müssen), welches Objektiv ich einpacke, sondern auch welche Kamera ich benutzen werde:

  • Portrait = SL + Summilux 75 oder Apo-Summicron 90
  • Wedding =
    • M10 + Elmar 24 oder Summilux 35
      und
    • SL + Noctilux 50
  • Landscape/Nature =
    • M10 + Summilux 35
      oder
    • M10 + Summicron 28+ Apo-Summicron 50
      oder
    • SL + Elmar 24 + Apo-Summicron 50 + Macro-Elmar 90
  • Urban = M10 + Super-Elmar 21 + Summilux 35
  • Travel = M10 + MATE und Macro-Elmar 90
  • Street = M10 + Elmar 24 oder Summilux 35
  • Architecture =
    • M10 + Super-Elmar 21 oder Apo-Summicron 50 oder Apo-Summicron 75
      oder
    • SL + idem

 

SL 75mm

Leica SL + Summilux-M f1.4/75mm

Lux75-3

Leica M (type 240) + Apo-Summicron-M  f12.0/90mm ASPH.

M9 35mm

Leica M9 + Summicron-M f1.4/35mm ASPH.

M NX50mm-2

Leica M (tpe 240) + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

SL APO75mm

Leica SL + Apo-Summicron-M f2.0/75mm ASPH.

Christ @Nobel-17

Leica SL + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

SL Apo50

Leica SL + Apo-Summicron-M f2.0/50mm

SL Planar-2

Leica SL + ZM Planar T* f2.0/50mm

Stockholm-12

Leica M10 + Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

75mmAA-4

Leica M8.2 + Apo-Summicron-M f2.0/75mm ASPH. (Wadgassen)

M10-11

Leica M10 + Summilux-M f1.4/35mm ASHP.

SL Planar

Leica SL + ZM Planar T* f2.0/50mm

SL Test opti 75S-2

Leica SL + Apo-Summicron-M f2.0/75mm ASPH.

SL 75X.jpg

Gib eiLeica SL + Summilux-M f1.4/75mm

Weitere Beispiele für Reportage und Städtereise hier

Leica SL

Leica M10

Leica SL, Tag 2… erste Schritte

Nach langem Zögern habe ich den Sprung zur Leica SL gewagt. Als eingefleischter, überzeugter Leica M (ausschliesslich) Benutzer (seit 1984 !) ist dies zunächst ein gar nicht so einfacher Schritt auch wenn es in die andere Richtung (von Reflex zum Messsucher) noch mehr an Umdenken abverlangt.

Mein Problem war eigentlich nicht das Umsteigen, sondern die Frage: Brauche ich so eine Kamera und wenn Ja, wozu?

Christ @Nobel-5

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit während einem von Leica France organisierten Workshop die Leica SL in die Hand zu nehmen. Anschliessend ging alles recht schnell…

Als ich dann die Kamera am ersten Tag in die Hand nahm und ein M-Objektiv anschraubte, kamen zunächst Zweifel auf, ob dieser Kauf sinnvoll war? Eine Leica M, zumal die M10 benutzt sich wie eine M3 oder M7. Die Gebrauchsanweisungen liegen noch frisch verpackt in den Versandkisten. Man braucht sie einfach nicht! Empfindlichkeit, Blende, Geschwindigkeit, Scharfstellen, da hat sich seit 1954 wenig geändert.

Mit der Leica SL ist der erste Kontakt nicht so einfach. Während die Batterie geladen wir, nimmt man zunächst einmal die Gebrauchsanweisung in die Hand. Auf den ersten Seiten lernt man, wie die Menusteuerung funktioniert.  Oder besser gesagt, wie man sie auf den persönlichen Geschmack zuschneiden kann und anschliessend am besten so wenig wie möglich die gefundenen Einstellungen nicht mehr verändert.

Ich weiss nicht, ob ich ich durch die einfache Benutzung und die eingeschränkten Möglichkeiten der M10 verwöhnt bin, aber die Benutzersteuerung und die vielen Bedienungsmöglichkeiten sind am ersten Tag verwirrend. Ich muss allerdings fairer Weise sagen, dass ich in dieser Hinsicht vorgewarnt war. Also sollte der erste Tag auch ausschliesslich dem Probieren gewidmet sein.  Man sollte sich diese Zeit nehmen. Es lohnt sich!

Als M-Stil Benutzer habe ich also alles was man nicht unbedingt braucht ausgeblendet.

Christ @Nobel-4

Der Zufall wollt es, dass die Firma Christ Party & Catering eine Fotoserie zu Werbezwecken auf dem Campus Nobel in Saarwellingen erstellen wollte. Dies war eine ausgezeichnete Gelegenheit die neue Kamera auszuprobieren.

Mein Hauptargument für den Kauf war die bessere Focussierbarkeit der lichtstarken Standard- oder Teleobjektive, zum Beispiel das Noctilux-M f0.95/50mm ASPH, das Summilux-M f1.4/75mm oder die beiden Apo-Summicrone mit 75 und 90mm Brennweite. Dies gilt vor allem, wenn schnelles Scharfstellen gefragt ist wie hier bei Reportagen oder Porträts.

Alle Aufnahmen hier gezeigten Aufnahmen wurden mit dem Noctilux-M f0.95/50mm ASPH bei Offenblende gemacht.

Es zeigt sich schnell, dass die Leica SL hier eindeutig einfacher und besser scharf zustellen ist als eine Messsucherkamera.

Die anfänglichen, beschriebene Schwierigkeiten sind schnell vergessen. Die Kamera liegt gut in der Hand, reagiert schnell. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich… denke ich.

Das Fotografieren macht mit der Leica SL Spass. Für einen M Benutzer eine neu Erfahrung. Kein Ersatz aber eine sinnvolle Ergänzung.

Hier ein paar Bildbeispiele. Weite Bilder finden Sie hier (teilweise mit Leica M10 aufgenommen)

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