Was nehme ich diesmal mit?

In diesem Sommer habe ich eine längere Reise geplant. Seit ich die LEICA SL besitze, stellt sich mir vor jeder Reise nicht nur die Frage der Objektive, sondern auch die der Kamera.

Objektive

Fangen wir mit den Objektiven an. Bei Städtereisen mache ich die Wahl von mehreren Kriterien abhängig:

  • Kenne ich die Stadt schon, habe ich also schon viel dort mit bestimmten Objektiven fotografiert ?
  • Habe ich besondere fotografische Ziele vorgesehen: Street, Architektur,…
  • Hat die Stadt besondere bauliche Merkmale: Hohe Häuser, enge Strassen,…

Bei Reisen „übers Land“ sind andere Kriterien vorrangig im Spiel:

  • Sind Wanderungen geplant? Ja
  • Handelt es sich um großräumige Landschaften oder enge Täler?… Ja, beides

Dieses Mal wird es ein Mix aus alle dem: zum Teil bekannte Städte, enge Täler, weitläufige Seen und Wasserlandschaften! Fahrradtouren und Besichtigungen werden im im Vordergrund stehen .

In diesem Falle kommen noch 2 weitere Kriterien hinzu:

  • Steht die Fotografie der Grund der Reise oder dient sie eher der dokumentarischen Erinnerung?
  • Ist das Reiseziel besonders „diebstahlgefährdet? Nein
  • Wird es sehr warm sein und Gewicht spielt eine Rolle….? Ja

Wie schon an andere Stelle betont, kann man Objektive nach verschiedenen Gesichtspunkten ordnen:

  • Brennweite
  • Lichtstärke
  • Vielseitigkeit
  • Gewicht / Grösse
  • Filterdurchmesser

Dieses Mal zögere ich zwischen 2 Varianten > Lichtstärke und Freistellungsmöglichkeit oder Vielseitigkeit): In Frage kämen,

  • Brennweite : 28 + 50 + 90 oder 24 + 28-35-50 + 90
  • Lichtstärke : f2.0 Summicron/Apo-Summicron oder Elmar, Tri-Elmar, Macro-Elmar
  • Vielseitigkeit: 28-35-90
  • Gewicht : 1.7 kg oder 1.0 kg
  • Filterdurchmesser: 48 + 39 + 55 oder 46 + 49 + 39

Elmar-M f3.8/24mm ASPH.

Tri-Elmar-M f4.0/28-35-50mm ASPH.

Macro-Elmar-M f4.0/90mm

Kamera

Bei der Auswahl der Kamera habe ich es mir dismal recht leicht gemacht. Die Leica M10 ist sehr handlich und un auffällig, also mein bevorzugtes Werzeug bei „reinen“ Städtetouren, street photography oder Hochzeiten.

Die Leica ist sicherlich grösser, aber die praktische moderne Handhabung ist einfach perfekt für die Reise. Das Gewicht der Kamera spielt keine Rolle, da beide Modelle nur unwesentliche unterschiedlich viel wiegen.

Da alle M-Objektive sehr gut mit dem Bajonett-Adapter M > SL an der SL funktionnieren, ist das diesmal meine Wahl.

Bilder gibst dann später.

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Summicron f2.0/50mm (II) oder Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.?

Schon länger hat mich ein direkter „Praxisvergleich zwischen zwei Summicron Generationen interessiert.

Ausgerüstet mit zwei Leica M10, einer M10 mit dem Summicron f2.0/50mm (II) „rigid“ aus dem Jahre 1956 und einer M10-D mit dem Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH. aus dem Jahre 2012. 56 Jahre liegen liegen zwischen beiden Kontruktionen. Ein Summicron aus dem Jahre 1956 kann man heute noch in gutem Zustand für 700€ finden. Ein Apo-Summicron kostet zur Zeit etwa das 10 fache.

Natürlich handelt es sich hier nicht um einen seriösen, fachmännichen Test. Es ging mir einfach nur darum, die Gelegenheit auszunutzen, um die wesentlichen Abbildungsunterschiede herauszufinden. Auch ohne technischen Aufwand sind die Unterschiede ohne Schwierigkeiten sichtbar.

Alle Motive habe ich mit jeder Kamera mit 2 verschieden Blendenöffnungen, f2.0 und f5.5, fotografiert. Im Wesentlichen handelt es sich um Unendlich-Einstellungen (oder mindestens 5m).
Focusierunschärfe ist möglich.

Alle Aufnahmen sind ohne weitere Nachbearbeitung erstellt (ausser RAW > JPEG Umwandlung, Dateigrösse ~4MB).

Die Unterschiede bei den Nachtaufnahmen sind sehr deutlich! Die Überstrahlungen des alten Objektives machen den Fortschritt der Linsenvergütung durch Mehrschicht“coating“ deutlich. Ebenfalls fällt sofort der geringere Kontrast auf.

Summicron f2.0
Apo-Summicron f2.0
Summicron f5.6
Apo-Summcron f5.6 (leider Verwacklungsunschärfe)

Das Summicron zeichnet insgesamt „kälter“ als das neue Apo-Summicron. Der Kontrast ist geringer und die Schärfe nimmt zu den Rändern sichtbar ab. Das Apo-Summicron hat eindeutig die Nase vorn. Die Ergebnisse sind bei Offenblende schon sehr gut. Um vergleichbare Schärfe zu erziehlen, muss das Summicron auf Blende 5.6 abgeblendet werden.

Das unterschiedliche Kontrastverhalten wird vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich. Anders gesagt, das Summicron von 1956 ist aus heutiger Sicht ein „Schönwetterobjektiv“ mit immer noch beeindruckender Leistung, wenn es abgeblendet wird.

Summicron f2.0
Apo-Summicron f2.0
Summicron f5.6
Apo-Summicron f5.6
Summicron f2.0 (Crop)
Apo-Summicron f2.0 (Crop)
Summicronf5.6 (Crop)
Apo-Summicron f5.6 (Crop

Bei der nächsten Gelegenheit werde ich das Apo-Summicron mit dem Planar T* f2.0/50mm ZM von Zeiss vergleichen. Eine alte „klassische“ Konstruktion mit moderner Vergütungstechnik.

Unterwegs auf der Seine

Ich lernte David im Hafen Arsenal kennen. Er arbeitete gerade an einer Promotions-Video für seine schöne Yacht „Shivas“. Ich sagte Ihm, neben der Video, wären ein paar Fotos sicherlich eine gute Bereicherung für sein Marketing. Schnell waren wir uns einig:

Er bot uns eine exclusive Bootstour auf der Seine in Paris an und im Gegezug sollte ich ein paar Bilder machen. Auf den genauen Zeitplan hatte ich keinen Einfluss,…

So war es dann an einem sonnigen Nachmittag plötzlich soweit. Ich hatte lange nachgedacht, welche Ausrüstung ich mitnehmen sollte. Mein Wahl fiel auf die M10 und das Summilux-M f2.0/28mm ASPH., die ich für den einsatz bereit hielt. Gefragt waren sowohl Bilder, die das Boot und Paris im Hintergrund zeigten als auch die Möglichkeit, Details der Yacht hervorzuheben. So entstanden die meisten Aufnehmen entweder bei Blende 2 oder 4-5.6.

Die Brennweite 28mm war bei mir lange ein Aussenseiter. Bevor ich Anfang der 80er Jahre zu Leica wechselte, besaß ich ein 28mm an einer Spiegelreflexkamera. Die Ergebnisse waren sehr mittelmäßig. Lange Zeit machte ich die Brennweite dafür verantwortlich. Meine Leica Erfahrung begann damals mit 35mm. Eine Perspektive, die mir sofort zusagte. Auch heute noch, wenn ich nur eine Optik einpackte, ist es meist das Summilux-M f1.4/35mm ASPH., das an der M sitzt.

So kam das 28mm erst spät in mein Portefolio. Seit dem 1. Tag haben mich die Ergebnisse dieses Objektives überzeugt. So greife ich immer häufiger zum 28er, vor allem wenn ich noch das Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH. in der Tasche habe. Die beiden Linsen zeichnen sehr ähnlich.

Die Reise mit der Shivas dauerte gute eine Stunde. Zeit genug, um Paris vom Boot aus zu bewundern, aber auch ,um Spaß beim Fotografieren mit der M10 und dem Summcron zu haben.

Als wir dann anlegten und vom Boot gingen, habe ich mich beeilt, um mir die Ergebnisse anzuschauen. Hier ein paar Beispiele.

Shivas-24

 

Shivas-15

 

Shivas-17

 

Shivas-22

 

Shivas-18

Vario-Elmarit-SL f2.8-4.0/24-90mm ASPH., erste Schritte,…

Erste Schritte,… in jeder Hinsicht:

  1. dies ist mein erstes Zoom-Objektiv überhaupt
  2. dies ist meine erste Autofokus-Erfahrung
  3. bisher war das Noctilux mein schwerstes und grösstes Objektiv
  4. dies ist meine erste Objektiv-Kamera gesteuerte Erfahrung

Tests gibt es inzwischen genug, also weder Zahlen noch Vergleiche,…. hier

Einfach nur ein paar Aufnahmen und Eindrücke, bezüglich der Handhabung. Wie schon bei der SL habe ich mir die Frage gestellt: „Brauche ich das Ding“?  Genauer, brauche ich ein Vario-Objektiv und für welchen Anwendungsbereich? Wohlgemerkt, ich besitze ein Trio-Elmar-M f4.0/28-35-50mm ASPH.

Erstens ist der Brennweitenbereich größer und zweitens ist das Objektiv auf die SL zugeschnitten. Also, mal sehen, was man damit machen kann,….

Die Antwort vor ab, fast alles, wenn Grösse und Gewicht keine Rolle spielen.

Vario-Elmarit-S 24-90-3


Größe und Gewicht

Wenn man als eingefleischter Messsucher-Fotograf dieses Objektiv zum ersten Mal in die Hand nimmt, ist man natürlich von Gewicht und Größe mehr als beeindruckt. Erfahrene Reflex- oder Mittelformat-Benutzer kann so ein Ding natürlich nicht aus der Ruhe bringen.

Auf Reisen werde ich es wohl nicht mitschleppen. Weder diskret noch leicht ,… immer aus M-Sicht natürlich. Allerdings muß man gestehen, daß Kamera und das Vario-Elmarit sehr gut in der Hand liegen.

Bezüglich des Gewichtes sollte man, ehrlichneitshalber, die Aussage nuancieren. Wenn man unterwegs ist, und nicht genau weiß, was einen erwartet, nimmt man in der Regel mehrere Linsen mit. Je nach Lichtstärke kann da auch schnell 1 – 1,5 kg zusammen kommen. Die Tasche ist also nicht unbedingt leichter. Wenn man allerdings die Kamera in die Hand nimmt, ist das Ensemble schon beeindruckend.


Handhabung

Dieses Objektiv kam zeitgleich mit der Kamera auf den Markt. Vielseitigkeit ist damit sein Hauptargument: „All-in-one“.

Auch wenn die Bedienung einfach ist, bedarf es doch einer Eingewöhnungsphase … für einen Leica M Benutzer. Üben und ausprobieren sind also angesagt. Die Brennweite wird an der Kamera eingestellt und verändert. Nur die Brennweite wird am Objektiv im Autofokusbetrieb eingestellt.

Schwierigkeiten habe ich noch mit dem Autofocus, ob AF-s oder AF-c.  Also weiter üben. Im Grunde ist der Autofokus, der Grund meines Interesses. Manuelles Scharfstellen ist bei beweglichen Objekten nicht immer einfach.

Vario-Elmarit-S 24-90-8


Benutzung

Der große Brennweitenbereich 24 – 90 ist ein plus.

Vario-Elmarit-S 24-90-16.jpg

f2.8/24mm

Vario-Elmarit-S 24-90-17.jpg

f4.0/90mm

Abgesehen von speziellen Anwendungen ist man damit den meisten Situationen gewachsen. Das Objektiv heisst „Elmarit“, sprich f2.8. Das stimmt aber nur bei 24mm,… bei 90mm ist man bei f4.0, was meistens ausreichend ist.

Die Brennweite 90mm ermöglicht zusätzlich Nahaufnahmen. Auch wenn es keine spezielle Makrofunktion ist, reicht diese Möglichkeit im alltäglichen Bereich voll aus.

Vario-Elmarit-S 24-90-14.jpg

Auch hier gilt, das Objektiv ist ein Allrounder, also Freistellen ist nur begrenzt möglich. Dafür gibt es ja jetzt die SL-Summicron’s oder die M-Objektive!

Ob die Gegenlichtblende immer zu benutzen ist, ist mir noch unklar. Durch ihre spezielle Form wird der Eindruck der Größe noch unterstützt. Sie ist aber auch ein wirksamer Schutz, nicht nur gegen Streulicht sondern auch gegen Stöße und Schmutz.

In meinem Fall wird das Einsatzgebiet wohl beschränkt bleiben: Situationen, wo Größe und Gewicht kein Handicap darstellen: Familie, Architektur, Landschaft, Nature, Nahaufnahmen.

Nacht, Street, Portrait, Stadt und Reisefotografie eher nicht.  Ob ich die SL künftig stärker auch für diese Einsatzgebiete nutze (mit M-Objektiven) ist mir noch nicht klar. Sie kommt mir immer noch vielseitiger vor: handlich und diskret. Da ich weder Tier noch Sportaufnahmen macht, reicht mir die Brennweitenpalette der M.

Im Moment bevorzuge ich immer noch eine meiner Reisecombos, wenn ich unterwegs bin:

  • Tri-Elmar-M f4.0/28-35-50mm ASPH. + Macro-Elmar-M f4.0/90mm
  • Summicron-M f2.0/28mm + Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.
  • Summilux-M f1.4/35mm

Vario-Elmarit-S 24-90-13.jpg

Vario-Elmarit-S 24-90-4Vario-Elmarit-S 24-90-5

Vario-Elmarit-S 24-90-11.jpgVario-Elmarit-S 24-90-6Vario-Elmarit-S 24-90-7Vario-Elmarit-S 24-90-12.jpg

Zuletzt noch ein Word zur Bildqualität. Was schon bei der SL oder M10 auffällt, wird auch mit dem Mario-Elmarit bestätigt. Nachbehandlung in Lightroom ist nicht notwendig, ganz im Gegenteil. Bei allen Einstellungen sind die DNG Dateien sehr natürlich und direkt druckreif.

Weitere Bilder hier

Leica SL oder Leica M10

Wie schon im letzten Bericht „Leica SL, erste Schritte…“ erwähnt, habe ich mich nach langem Zögern zum Kauf einer Leica SL durchgerungen… oder überreden lassen.

Auch wenn es noch etwas früh ist eine endgültige Antwort zu geben, kann ich jetzt schon sagen: Nicht SL oder M10 sondern SL und M10 !


Zunächst eine kleine Einschränkung: ich benutzte zur Zeit ausschliesslich M-Objektive.

Für mich sind beide Kameras komplementär. Schnell sind sie beide, aber auf eine ganz andere Art. Die Bedienung ist einfach bei beiden, wenn man sich an die SL etwas gewöhnt hat, und sich auf das Wesentliche beschränkt. Es ist einfacher von einer M auf eine SL umzusteigen als umgekehrt!

Natürlich ist die SL grösser, nicht unbedingt merklich schwerer. In Verbindung mit M-Objektiven, bleibt sie handlich. Auch wenn der Auslöser sehr leise arbeitet, ist sie schon auffallender, weniger diskret.  Das typische M Gefühl hat man nicht: Mitten im Geschehen und nicht gesehen! Das Scharfstellen macht richtig Spass mit der SL. Um es etwas sarkastisch auszudrücken: jetzt erst kann ich die beeindruckenden Kurven in den Datenblätter richtig nachvollziehen. Scharfe Aufnahmen im Nahbereich und bei Offenblende gelingen jetzt immer.  Die SL ist keine Schnappschußkamera. Die M bleibt das ideale Werkzeug für die Strasse, für das unauffällige Fotografieren. Was ich noch nicht so ganz verstehe, ist die Verwacklungsgefahr. Die M war da immer unschlagbar gegenüber Spiegelreflexkameras. 1/15s aus freier Hand ist da meistens noch zu schaffen bis 50mm. Mit der SL habe ich da noch meine Schwierigkeiten, obwohl mir das nicht so recht einleuchtet: da ist doch kein Spiegel, der unnötige Vibrationen auslösen kann?!

Natürlich kann man bei Landschaft, Architektur, Industrie über die bessere Lösung streiten…. Kurz gesagt, die SL ist vielseitiger für einen vielseitigen Gebrauch. Das hängt dann wohl auch vom Fotografen ab,…

Übrigens , was die Qualität der DNG-Dateien anbelangt, sind sie nicht nur recht identisch sondern ohne grosse Nachbehandlung sehr harmonisch, natürlich und direkt benutzbar, ob M10 oder SL.  Der ähnliche Ausdruck erleichtert das gleichzeitige Arbeiten mit beiden Kameras.

 

In Zukunft werde ich mir wohl nicht nur überlegen (müssen), welches Objektiv ich einpacke, sondern auch welche Kamera ich benutzen werde:

  • Portrait = SL + Summilux 75 oder Apo-Summicron 90
  • Wedding =
    • M10 + Elmar 24 oder Summilux 35
      und
    • SL + Noctilux 50
  • Landscape/Nature =
    • M10 + Summilux 35
      oder
    • M10 + Summicron 28+ Apo-Summicron 50
      oder
    • SL + Elmar 24 + Apo-Summicron 50 + Macro-Elmar 90
  • Urban = M10 + Super-Elmar 21 + Summilux 35
  • Travel = M10 + MATE und Macro-Elmar 90
  • Street = M10 + Elmar 24 oder Summilux 35
  • Architecture =
    • M10 + Super-Elmar 21 oder Apo-Summicron 50 oder Apo-Summicron 75
      oder
    • SL + idem

 

SL 75mm

Leica SL + Summilux-M f1.4/75mm

Lux75-3

Leica M (type 240) + Apo-Summicron-M  f12.0/90mm ASPH.

M9 35mm

Leica M9 + Summicron-M f1.4/35mm ASPH.

M NX50mm-2

Leica M (tpe 240) + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

SL APO75mm

Leica SL + Apo-Summicron-M f2.0/75mm ASPH.

Christ @Nobel-17

Leica SL + Noctilux-M f0.95/50mm ASPH.

SL Apo50

Leica SL + Apo-Summicron-M f2.0/50mm

SL Planar-2

Leica SL + ZM Planar T* f2.0/50mm

Stockholm-12

Leica M10 + Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH.

75mmAA-4

Leica M8.2 + Apo-Summicron-M f2.0/75mm ASPH. (Wadgassen)

M10-11

Leica M10 + Summilux-M f1.4/35mm ASHP.

SL Planar

Leica SL + ZM Planar T* f2.0/50mm

SL Test opti 75S-2

Leica SL + Apo-Summicron-M f2.0/75mm ASPH.

SL 75X.jpg

Gib eiLeica SL + Summilux-M f1.4/75mm

Weitere Beispiele für Reportage und Städtereise hier

Leica SL

Leica M10

Leica SL, Tag 2… erste Schritte

Nach langem Zögern habe ich den Sprung zur Leica SL gewagt. Als eingefleischter, überzeugter Leica M (ausschliesslich) Benutzer (seit 1984 !) ist dies zunächst ein gar nicht so einfacher Schritt auch wenn es in die andere Richtung (von Reflex zum Messsucher) noch mehr an Umdenken abverlangt.

Mein Problem war eigentlich nicht das Umsteigen, sondern die Frage: Brauche ich so eine Kamera und wenn Ja, wozu?

Christ @Nobel-5

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit während einem von Leica France organisierten Workshop die Leica SL in die Hand zu nehmen. Anschliessend ging alles recht schnell…

Als ich dann die Kamera am ersten Tag in die Hand nahm und ein M-Objektiv anschraubte, kamen zunächst Zweifel auf, ob dieser Kauf sinnvoll war? Eine Leica M, zumal die M10 benutzt sich wie eine M3 oder M7. Die Gebrauchsanweisungen liegen noch frisch verpackt in den Versandkisten. Man braucht sie einfach nicht! Empfindlichkeit, Blende, Geschwindigkeit, Scharfstellen, da hat sich seit 1954 wenig geändert.

Mit der Leica SL ist der erste Kontakt nicht so einfach. Während die Batterie geladen wir, nimmt man zunächst einmal die Gebrauchsanweisung in die Hand. Auf den ersten Seiten lernt man, wie die Menusteuerung funktioniert.  Oder besser gesagt, wie man sie auf den persönlichen Geschmack zuschneiden kann und anschliessend am besten so wenig wie möglich die gefundenen Einstellungen nicht mehr verändert.

Ich weiss nicht, ob ich ich durch die einfache Benutzung und die eingeschränkten Möglichkeiten der M10 verwöhnt bin, aber die Benutzersteuerung und die vielen Bedienungsmöglichkeiten sind am ersten Tag verwirrend. Ich muss allerdings fairer Weise sagen, dass ich in dieser Hinsicht vorgewarnt war. Also sollte der erste Tag auch ausschliesslich dem Probieren gewidmet sein.  Man sollte sich diese Zeit nehmen. Es lohnt sich!

Als M-Stil Benutzer habe ich also alles was man nicht unbedingt braucht ausgeblendet.

Christ @Nobel-4

Der Zufall wollt es, dass die Firma Christ Party & Catering eine Fotoserie zu Werbezwecken auf dem Campus Nobel in Saarwellingen erstellen wollte. Dies war eine ausgezeichnete Gelegenheit die neue Kamera auszuprobieren.

Mein Hauptargument für den Kauf war die bessere Focussierbarkeit der lichtstarken Standard- oder Teleobjektive, zum Beispiel das Noctilux-M f0.95/50mm ASPH, das Summilux-M f1.4/75mm oder die beiden Apo-Summicrone mit 75 und 90mm Brennweite. Dies gilt vor allem, wenn schnelles Scharfstellen gefragt ist wie hier bei Reportagen oder Porträts.

Alle Aufnahmen hier gezeigten Aufnahmen wurden mit dem Noctilux-M f0.95/50mm ASPH bei Offenblende gemacht.

Es zeigt sich schnell, dass die Leica SL hier eindeutig einfacher und besser scharf zustellen ist als eine Messsucherkamera.

Die anfänglichen, beschriebene Schwierigkeiten sind schnell vergessen. Die Kamera liegt gut in der Hand, reagiert schnell. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich… denke ich.

Das Fotografieren macht mit der Leica SL Spass. Für einen M Benutzer eine neu Erfahrung. Kein Ersatz aber eine sinnvolle Ergänzung.

Hier ein paar Bildbeispiele. Weite Bilder finden Sie hier (teilweise mit Leica M10 aufgenommen)

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Stockholm : first impressions

Wenn man zum ersten Mal in eine Stadt kommt, ist man zunächst einmal Tourist. Man fotografiert alles „Sehenswerte“. Postkartenbilder…

Manchmal, je nach Laune hat man aber auch Lust, gerade das abzulichten, was einem auffällt. Was nicht unbedingt ins Erinnerungsalbum passt. Ganz einfach weil die Eindrücke neu sind, oder einfach anders als gewohnt… oder erwartet.

Die Stadt ist im Umbruch. Überall sind Baustellen! Neu und Alt, Moderne und Tradition  sieht man nebeneinander auf engstem Raum, ob hässlich oder schön, zweckmässig oder nutzlos,… Die Stadt wird den modernen Anforderungen angepasst: Wirtschaftsschwerpunkt und Massentourismus sind die Herausforderungen von heute.

So ist es kein Wunder, dass Stockholm zur innovativsten Stadt Europa’s gewählt wurde.

Stockholm is the most innovative region in the EU 2017"

Die Stadt bietet für jeden Geschmack etwas. Landschaft, Wasser, Kunst, Kultur, Geschichte, Lebensqualität… Der Besuch hat sich gelohnt.


Alle Aufnahmen sind mit der LEICA M10 gemacht. Als Objektive hatte ich das Super-Elmar-M f3.4/21mm ASPH., das Summilux-M f1.4/35mm ASPH. und das Apo-Summicron-M f2.0/50mm ASPH. dabei.

Weiter Aufnahmen hier.

Stockholm-4

 

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Stockholm-6

 

Stockholm-8

 

Stockholm-9

 

Stockholm-10

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